Es gibt viele Möglichkeiten Cannas zu kultivieren. Jeder muss für sich selbst ausprobieren, welche Art ihm selber am besten gefällt. Hier ist meine Lösung:

Frühjahr:

Ende April bis Mitte Mai, wenn keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind, säubere ich die Rhizome von der Erde und entferne die alten, verrotteten Vorjahrestriebe. Eventuell ist eine Teilung erforderlich. Am schönsten ist es, wenn am Rhizom etwa 4 - 6 neue Triebe sichtbar sind. Dann werden sie, wie Dahlien, etwa eine handbreit tief an Ort und Stelle im Garten eingepflanzt. Ein paar Sorten kommen bereits im Februar zum Vortreiben in Töpfe um eine frühere Blüte zu erzielen. Da jedoch der Platz im Haus begrenzt ist, handelt es sich hier bei mir nur um Sorten, die mir ein wenig 'am Herzen' liegen. Lieblinge haben auch hier ihre Sonderstellung. Hier sehen Sie das Säubern und Teilen im Frühjahr. Die obere Canna ist eine White Prosecco, die untere eine Appeal. die bei weitem nicht so viele Neutriebe zeigt, vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich sie erst im Vorjahr als 'übliches' Mini-Rhizömchen ersteigert habe.

Säuberung und Teilung einer White Prosecco. Jedes neu zu pflanzende Rhizom hat möglichst mindestens 3 Triebe. Vorne der letztjährige, verfaulte Trieb, der entfernt werden muss. 

   

Das Rhizom einer Appeal, die bei weitem nicht soviel neue Triebe zeigt

   

Sommer:

Im Sommer benötigen Cannas nicht viel Arbeit. Beete sauber halten, abgeblühte Teile entfernen, ab und zu etwas Dünger, das war's eigentlich schon.

Herbst:

Im Herbst beginnt die eigentliche Arbeit für mich, schon aus dem Grund weil ich sie nicht gerne mache. Der Sommer ist vorbei und damit auch die Blumenvielfalt, das allein macht mich schon ein wenig traurig. Aber dann denke ich ans kommende Jahr und fange an.
Leichtere Bodenfröste sind für Cannas noch nicht gefährlich. Sie lassen das Laub absterben. Vor den stärkeren Frösten müssen die Pflanzen aus dem Boden sein. Ich umsteche die Rhizome vorsichtig mit einem Spaten und hebe sie dann aus der Erde. Manche Sorten haben weit verzweigte Wurzelausläufer (z.B. Stuttgart) andere nur kleine Ballen. Irgendwann kennt man seine Sorten und behandelt sie entsprechend. Es ist immer ärgerlich, wenn ein Austrieb versehentlich abgestochen wird oder abbricht; damit ist immer mindestens eine Blüte fürs nächste Jahr verloren. Danach entferne ich ein wenig die Erde vom Wurzelballen und schneide die Pflanzenstängel etwa eine Handbreit darüber ab. Je nach Witterung dürfen sie jetzt ein paar Tage noch unterm Dach trocknen. Für das Winterlager stecke ich sie dann in Müllsäcke, die ich oben offen lasse, sonst faulen die Pflanzen. Die Cannas in Töpfen können darin überwintern und werden nur alle 2-3 Jahre umgetopft.

Winter:

meine Cannas im Winterquartier.
Es ist ziemlich dunkel, bei etwa 8°C mit ca.
80% Luftfeuchtigkeit.


 

 

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